Dienstag, 20. März 2007

Help! My dog's as fat as me!




Die ist der Titel der neuesten Errungenschaft britischer TV-Kultur. Der geneigte TV-Liebhaber wird schon ahnen, worum es sich in dieser pädagogisch wertvollen Sendung geht: Das übergewichtige Frauchen hat aus Frust auch noch den Vierbeiner mit Essen voll gestopft, sodass nun beide die Waage zum Sprengen bringen und infolgedessen zur Kur ‚getragen’ werden müssen. Den Rest können wir uns an dieser Stelle eigentlich sparen…
Seit meinem letzten Eintrag habe ich so einiges erlebt. Frohen Mutes bin ich dem universitären Kanu-Club beigetreten. Jede Woche versuche ich nun, im Schwimmbad – also auf ruhigem Gewässer vorerst – das Paddel zu schwingen. Das klappt schon ganz ordentlich. Die Eskimorolle gehört dann schon eher in die Kategorie „Jeder muss dran glauben!“. Obwohl es für Aussenstehende einfach aussieht und auch das Anschauungsmaterial auf Youtube keine grösseren Schwierigkeiten erahnen lässt, hat sie es in sich. Es gilt, den natürlichen Trieb zu unterdrücken, nach dem Eintauchen zuerst den Kopf über die Wasseroberfläche zu pressen. Alles entscheidend ist, mit dem Becken dem Kanu einen Kick zu verleihen, sodass sich das Boot dreht und dabei den Körper nachzieht. Gar nicht einfach! Ich werde aber am Ball bleiben…

Fussballtechnisch war die letzte Zeit - zumindest aus der Celtic-Perspektive – ernüchternd: zuerst das Ausscheiden gegen die AC Milan in der Championsleague, dann auch noch die Niederlage gegen den Stadtrivalen Rangers Glasgow. Es werden wieder bessere Zeiten anbrechen. Deshalb habe ich entschlossen, mein eigenes Celtic-FC-Shirt zu erwerben – quasi als Frustkauf (zu finden unter http://www.celticfc.net/).

Das vergangene Wochenende habe ich den ersten Schritt in Richtung Whisky-Kenner gemacht. Etwa 30 Minuten Busfahrt vom Zentrum entfernt befindet sich die Glengoyne-Distillerie, eine schmucke Anlage aus dem Jahre 1833. Nebst dem Produktionsprozess ist viel über das Whiskygetränk selbst – auch Wasser des Lebens genannt – zu erfahren. Selbstverständlich gehört auch eine Kostprobe zu einer richtigen Whiskytour (http://www.glengoyne.com/).

See you later!

Curdin

Sonntag, 4. März 2007

Dirty Weekenders...

Nach einem Monat hier in Glasgow kann ich das erste Fazit ziehen: Start geglückt! Die Strassennamen sind mir nicht mehr ganz fremd, das Bussystem lüftet langsam aber sicher seine Geheimnisse und einige Stammpubs habe ich auch gefunden (vorzugsweise Pubs mit mehr als einem TV-Gerät und Leinwand, da macht Rubgy-Klassiker wie Schottland vs England erst so richtig Spass)


Wenn am Abend Zeit bleibt, geniesse ich auch 'mal das Fernsehprogramm. Sicher ist, dass die Briten Reality-TV-Shows lieben. Mein absoluter Favorit ist die Sendung "Fat men can't hunt". Da werden 20 extrem übergewichtige, rothäutige Iselbewohner in den südafrikanischen Busch geschickt, wobei sie zusammen mit den Eingeborenen ihr Futter selber jagen und erlegen müssen. Komischerweise erinnern mich diese Leute alle an "kleines fettes Rooney".


Wie an allen Universitäten besteht auch hier ein überaus grosszügiges Angebot an Sport-, Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten. Neben Frauen-Rubgy (!) ist mir gleich ein Club namens "Dirty Weekenders" aufgefallen. Im offiziellen Uni-Guide beschreiben sie sich wie folgt: "Dirty Weekenders isn't a swingers club but in fact the University's environmental conservation society. [...]. Dirty Weekenders is all about getting your hands dirty, seeing more of Scottland ...". Irgendwie konnte ich mich noch nicht dazu bewegen, bei diesem Club vorbeizuschauen (mehr Infos für Interessierte gibt es unter: http://www.flickr.com/photos/weegiedirtyweekenders/)

Ich melde mich dann wieder